Ich probiere ja im Moment vieles aus. Dazu gehören auch Blogparaden oder Aktionen wie der Webmaster Friday.Und das hier mein Probierblog (hmmm…lecker….Drachenköpfe…) ist, kommt das alles schön hier rein.
Auf Bits gebaut – die Zukunft im Web?
Beim Thema zum Webmaster Friday heute, geht es um die Frage, ob man sich vorstellen kann, seinen kompletten Lebensunterhalt mit dem Internet zu bestreiten. Und wahrscheinlich ist damit nicht gemeint, ob ich glaube, mit einer Live-Strip-Show mein Glück zu machen.
Ich glaube auch nicht das jemand das sehen will. Obwohl – je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich das es genug Hits gäbe, das es sich lohnen würde. Aber irgendwie finde ich selbst daran keinen Gefallen.
Zum Thema:
Frage: Kann ich mir vorstellen meinen Lebensunterhalt mit dem Internet zu bestreiten?
Antwort: Ja.
Ok – damit wäre die Aufgabe ja schon beendet, aber das wäre dann doch ein bisserl zu kurz geraten.
Führen wir das mal etwas weiter aus:
Vorstellen kann man sich alles. Die Frage ist ob man das auch will.
Wie ist meine Ausgangssituation?
Ich habe einen Job. So richtig mit Arbeitgeber (recht groß) und Lohnzettel und Urlaub und so weiter. Den mag ich. Die Arbeit macht mir Spaß. Ich verdiene genug, um meinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten und ehrlich gesagt, es ist auch noch genug drin für eine Flasche Wein im Monat und auch hier und da mal eine Tüte Chips.
In diesem Job bin ich in der Regel 8 Stunden am Tag im Büro und 1-3 Stunden auf der Autobahn. Montag bis Freitag. Und die meiste Zeit im Büro sitze ich am PC.
Dazu habe ich auch noch eine Menge netter Kollegen und interessante Themen.
Genau so soll es sein und auch wenn es manchmal nervt – insgesamt ist es prima.
Früher war ich mal selbstständig. Akquise, Angebote, Preisverhandlungen, Fahrten durch die Republik mit bis zu 50.000 km im Jahr. Auch mal der eine oder andere Auslandsaufenthalt. Dazu Steuererklärung, Planung der Altersvorsorge, Krankenversicherung, Krankengeldversicherung, Rücklagen bilden, Umsatzsteuervoranmeldung und was weiß ich nicht noch alles.
War ich krank, gab es kein Geld.
Machte ich Urlaub, gab es kein Geld und es kostete sogar noch welches.
Zuhause war ich viel zu selten.
Das war dann alles zuviel und ich habe mich aus der (lohnenswerten) Selbstständigkeit in die gelöstere Abhängigkeit begeben.
Was bedeutet “Geld verdienen im Internet” für mich?
Heute verbringe ich meine Zeit möglichst mit Sachen die mir Spaß machen und meine Familie gibt mir da einige Vorgaben die eingehalten sein wollen (sofern man Familie will.) Das heißt, ich habe manchmal Kinderdienst oder muss sofort vom Bürostuhl aufstehen, weil etwas sofort zu erledigen ist. Da diskutiere ich auch nicht mehr – in der Regel wird es nicht besser, wenn man das nicht sofort erledigt. Vollgekotzte Fußböden wischen sich nicht von selbst.
Meine Freizeit vor dem PC verbringe ich manchmal mit dem einen oder anderen Spiel (irgendwann schaffe ich diesen einen, wirklich behämmerten, Level in Stronghold Crusader noch), mit Vereinsarbeit (tja, ein Deutscher ohne Verein ist irgendwie auch nur zugezogen) oder seit kurzen mit meinen possierlichen Versuchen, die eine oder andere Mark den einen oder anderen Euro nebenbei zu machen. Das ist mir vor kurzem erstmals gelungen und ich habe mich gefreut wie Scheuerports-Juppie über die 4 Euro.
Meine Versuche im Internet Geld zu verdienen dürfen aber nicht anfangen in Leistungs-Streß auszuarten oder zu einer lebensnotwendigen Verpflichtung verkommen.
Dann wäre das kein Spaß mehr und ich hätte einfach keinen Antrieb noch weiter zu machen.
In Maßen geht das, aber auf Dauer will ich das nicht mehr.
Dadurch bin ich in meinen Zielen zwar eingeschränkt (wenn ich sehe was die Google-News Seite die Eisy beschreibt an Ressourcen frisst…) aber meine Ziele sehen eben auch anders aus und ich erreiche sie auch auf andere Art und Weise. Und wenn das mal nicht klappt, dann habe ich in der Mehrzahl doch das primäre Ziel erreicht – nämlich Spaß dabei zu haben.
Demzufolge kann ich mir das mit dem Lebensunterhalt zwar locker vorstellen (wenn ich dann in spätestens zwei Monaten mit meiner ganz neuen Seite und dem Mega Keyword die 20.000 Euro im Monat-Marke übersprungen habe), aber wollen – wollen will ich das nicht.